Posterous theme by Cory Watilo

Game based Flow @ opco11

Als Jochen Robes vor einigen Monaten fragte, ob ich im Rahmen von opco11 einen Beitrag zu Game based Learning leisten könne, reagierte ich erst etwas zurückhaltend. Die von mir vermutete Zielgruppe des offenen Kurses ist eine stark in institutionellen Bildungsbezügen verhaftete Personengruppe. Was würde es bringen, ihnen meine skeptische Einschätzung des gesamten Serious Games-Kontextes als Zukunft des Lernens vorzutragen?

Wer hier in diesem Blog im Archiv nach "games" sucht, wird sehen, dass ich mich vor einigen Jahren relativ regelmäßig mit Spielen im Bildungskontext beschäftigte. Im Rahmen des eVideo-Projektes hatten wir uns sogar mehrere Semester lang forschend mit diesem Themenfeld auseinander gesetzt. Schlussendlich gelangte ich persönlich zu der Ansicht, dass die Entwicklung von (selbst intelligenten) Spielen in formellen Kontexten nur schräg daher kommen muss. Games beruhen auf spassiger Freiwilligkeit und diese kann man nicht erzwingen.

Nun gut, wie also auf Robes' Anfrage reagieren? 

Ein Bezug zu meinen aktuellen Themen musste her. In den letzten Jahren hatte ich mich forschend eher mit bildungspolitischen Fragestellungen herumgeschlagen. Wie müsste Bildungspolitik eigentlich ausschauen, um die für die Netzwerkgesellschaft benötigten Fähigkeiten und Realitäten konstruktiv zu begleiten? Ich selbst sehe ja eine dringende politische Notwendigkeit, die individuellen wie gesellschaftlichen Fähigkeiten für benutzergenerierte Arbeits-/"Lern-"Umgebungen zu fördern. 

In diesem Zusammenhang die spielerischen Mechanismen neu einzuordnen, schien mir eine interessante Herausforderung - oder "Challenge", wie SpielerInnen vielleicht sagen würden. Als Referenz bezog ich mich auf die mir am spannendsten erscheinende Game-Designerin, Jane McGonigal, deren Spielkonzeptionen mir seit Jahren extrem gut gefallen und wenn schon Spiele, dann bitte solche!

Hier also meine (hoffentlich selbsterklärenden) Überlegungen als kleines lineares Klickmonster im Rapid Authoring-Verfahren - quer gebürstet mit meinen Extrakten aus McGonigal's aktuellem Buch: Reality is Broken.

Um das Format zu erläutern: Ursprünglich wollte ich die Folien per Screencast bereitstellen. Da Michael Kerres dies bereits vorbildlich praktizierte, wählte ich hier eine gängigere Präsentationsform, um verschiedene Varianten der Content-Aufbereitung aufzuzeigen. Zugegeben: Ein komplexes Thema in eine lineare Wurst zu pressen, ist problematisch. Ich würde auch empfehlen, den Recherche-Part zunächst zu überspringen, und diesen ggf. nachträglich bei wirklich intensivem Interesse zu konsumieren.
Am kommenden Mittwoch (15.06.2011) werde ich nur einen ganz kleinen Auszug dieser Foliensammlung auditiv kommentieren. Vielmehr wünsche ich mir, mehr Zeit für Diskussionen zu haben. Wer also um 17h Zeit hat: Hier entlang, bittschön!
In diesem Sinne: Spielen Sie mit ... ;-)
Und - natürlich: Have fun!